über wölfe

Tier des Jahres 2003: Der  Wolf

Wolf haelt Ausschau


Etwas zur Geschichte:

Lebensraum der WölfeWölfe waren früher die am weitesten verbreiteten Säugetiere. Dann wurden sie in vielen Teilen dieser Erde ausgerottet. In den gelb gefärbten Bereichen leben heute noch Wölfe.Mitte des 19. Jahrhunderts waren Wölfe in Deutschland so gut wie ausgerottet. Noch in den 50er Jahren gab es in der Bundesrepublik eine Abschussprämie für Wölfe.

Von 1948 bis 1961 wurden in Norddeutschland mindestens neun Wölfe erlegt. Früher lebten in fast allen Regionen Nordamerikas Wölfe. In den letzten drei Jahrhunderten wurden die Wölfe so stark verfolgt, dass sie in den meisten Bundesstaaten ausgestorben waren.

Soziales:

Die Anführer eines Rudels sind das Alpha-Männchen und Alpha-Weibchen.
Im Wolfsrudel gibt es eine strenge Rangordnung: Nur das kräftigste Männchen und das stärkste Weibchen dürfen sich paaren und Junge kriegen.

Nur in Extremsituationen zur Warnung oder zur Verteidigung bellt ein Wolf. Ein- oder zweijährige Jungtiere verlassen das Rudel, zum Teil nur vorübergehend. Sie leben dann allein, bis sie einen Partner gefunden haben, mit dem sie ein neues Rudel gründen können. Mit Gesichtsausdruck, Blicken, Körperhaltung, Heulen, Winseln, Knurren und Düften verständigen sich die Tiere untereinander.

Die Lebenserwartung eines Wolfes beträgt maximal 20 Jahre. Die Größe des Rudels kann sich regional stark unterscheiden. Manche Rudel haben 20 Tiere, es gibt aber auch kleine Rudel mit nur zwei Tieren. Wölfe sind sehr gute Eltern. Die Mutter bleibt dicht bei den Welpen. Sie braucht ihr Höhle normalerweise nicht zur Nahrungssuche verlassen, da der Vater und die anderen Familienmitglieder das Futter bringen.

 

Wolfsland

Die Beute:

Für Wölfe ist ein unbewachtes Schaf bedeutend einfacher zu reißen und auch weit weniger gefährlich als etwa ein Rothirsch. Ein Wolf braucht im Durchschnitt etwa 4 kg Fleisch pro Tag. Im Jahr entspricht das ungefähr 25 Hirschen. Gesunde Wildschweine sind für einen Wolf keine leichte Beute, da sie sich mit ihren scharfen Eckzähnen schmerzhaft zur Wehr setzten. Obwohl der Wolf der Top-Beutegreifer in Europa ist, ist seine Gefahr für den Menschen unerheblich. Seit dem zweiten Weltkrieg gibt es keinen nachgewiesenen Fall, dass ein gesunder, freilebender Wolf in Europa Menschen attackiert hat. Die Jagd beginnt oftmals mit einem gemeinsamen Heulen. Das bringt die Wölfe in die richtige Stimmung und alle Wölfe bekommen mit, dass es bald los geht.

Das Beste:

  1. Der Schutz:
    Heute ist der Wolf in Europa durch internationale Abkommen geschützt.
  2. Die Rückkehr:
    Sie kehren zurückDie Wölfe wandern von Italien, dem Balkan und den Karpaten wieder nach Mitteleuropa ein. 1995 begannen amerikanische Wolfsforscher damit, Wölfe in zwei Regionen Nordamerikas wieder anzusiedeln. In Deutschland gibt es in Sachsen ein kleines Rudel. Im Herbst 2000 hatten sich dort in der Muskauer Heide zunächst sechs Tiere angesiedelt.





 

Aha:

Alle Hunde stammen vom Wolf, dem canis lupus ab. Wölfe sind so scheu, dass sie in freier Wildbahn nur mit viel Glück zu beobachten sind. Isegrim ist der Fabelname des Wolfs. Wölfe und Hunde können sich problemlos miteinander paaren und zeugungsfähige Nachkommen zu Welt bringen. Die Farbe des Wolfsfelles ist sehr unterschiedlich. Es gibt weisse, schwarze, graue und bunte Wölfe. Der Wolf ähnelt am ehesten dem Schäferhund, allerdings mit einer schmaleren Brust und längeren Beinen. Die Kopfrumpflänge liegt zwischen einem und eineinhalb Metern, das Gewicht zwischen 18 kg und 80 kg. Obwohl der Mensch also biologisch dem Schimpansen sehr nahe steht, steht er im Verhalten und der Sozialstruktur dem Wolf weitaus näher.

Lebensraum:

Lebensraum In ausgedehnten Wäldern, Buschsteppen und Moorgebieten fühlen sich Wölfe besonders wohl.


 

 


 





Spur eines Wolfs Die Spur eines Wolfs

Nur in der Nacht - so zwischen elfe und halb zwölfe - da singt er dann zum Mond das Lied der Wölfe (aus: Der Wolf von Ludwig Hirsch)

überarbeitete Quelle aus freenet.de

 
© 2003 - Der Wolfm@ster